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Heute: Freitag, 14. Dezember 2018

Erstellt am: 15.06.2017 um 20:03 Uhr

Bericht: DM in Berlin

Rubrik: Schleuderball

Von: Wolfgang Böning

Janna Meiners holt den DM-Titel

Beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin wurden im Rahmen der Mehrkampfmeisterschaften, auch die Deutschen Meister im Schleuderballweitwurf ermittelt. Die Qualifikationsweiten musste man schon ein Jahr vorher, bei der Mehrkampfmeisterschaft ablegen. Die Landesmeisterschaft im Weitwurf stand im Juni 2016 in Göttingen an. Im Jahr Deutsches Turnfest, steht im Terminplan vorher keine Landesmeisterschaft an. In Berlin mit dem Sommerwetter und meist leichter Rückenwind, gute Bedingungen für die Weitenjäger. Eine leichtathletische Veranstaltung. Nach den ersten drei Würfen qualifizierten sich die besten acht jeder Altersklasse für die Endrunde, mit nochmals drei Wurf. Bei den Werfen aus dem gesamten Bundesgebiet ist der für den Bewegungsablauf der Drehwurf angesagt. Die männlichen Sportler vom Friesischen Klootschießerverband (FKV) führen ja seit eher, wie auch einige Mädchen, den Friesenwurf durch. Festzustellen war bei diesen Titelkämpfen das die Werfer aus den Turnbezirken den Friesensportlern, in der Erfolgsbilanz den Rang ablaufen. In der jüngsten weiblichen Altersklasse (12-13) aber ein beeindruckender Sieg von der 12 jährigen Janna Meiners vom Mentzhauser TV (MTV). Janna: „ Vor dem Wettkampf war ich schon nervös“, schließlich war es ihr bisher größerer Wettkampf, und dann gleich in Berlin. In der Vorbereitung war tagtägliches Training zu Hause angesagt. Auch eine Einheit im Braker Stadion, um die Bedingung, Anlauf auf der Tartanbahn kennen zu lernen. Gemeinsam mit den Eltern, Carsten und Kati, sowie Schwester Patrizia stand die erlebnisreiche Tour in die Bundeshauptstadt an. Mit dem 1. Wurf, von 39,33 Meter mit dem 800 Gramm Ball, die spätere Siegesweite, haute sie richtig einen raus. Janna: „ So weit habe ich noch nicht geworfen.“ Die 12 jährige legte eine tolle Serie vor. Fünf ihrer sechs Würfe hätten für Platz eins gereicht. Der Vorsprung vor der Zweitplatzierten betrug fast 5 Meter. Mit stolz präsentierte Janna ihre Urkunde und Goldmedaille. Auch mit der Boßelkugel, Koot und Hollandkugel zählt die 12 jährige zur Leistungsspitze. In der (14-15) legte Vanessa Kobiaalka, TV Iffezheim mit dem 1000 Gramm Ball 48,92 m vor. Maren Coordes, SV Leybucht, 40,44 m wurde Fünfte. Tinka Loof, MTV, belegte mit 36,76 m Rang zwölf. Die Siegerin in der Gruppe (16-17) heißt Lea Straub, TV Lenzkirch, 46,30 m. Mit einer guten Leistung brachte sich Lena Schüler TSV Abbehausen (TSV) 38,37 m auf Rang sieben ein. Nane Kabernagel (TSV), 33,88 m belegte Platz dreizehn. Sophie Spitzley, SV Bell, 45,02 m ließ sich den DM Titel bei den Juniorinnen nicht nehmen. Für Neele Bruns, TV Waddens, 35,40 m, sprang der Rang zehn heraus. Mehr als ein Ausrufezeichen drückte die Titelverteidigerin Anna-Lena Gamp, TV Lenzkirch, der Veranstaltung auf. Die 63,90 m, fast 7 Meter Vorsprung vor der Zweiten, bedeuteten neuen Deutschen Rekord bei den Frauen mit dem 1000 Gramm schweren Ball. Bianca Blum, SV Leybucht, 48,09 m wurde Siebte. In der männlichen Altersklasse (12-13) die Siegesweite von Matthias Scherdi, SV Villingendorf mit 50,18 m mit dem 800 Gramm Ball beeindruckend. Das bedeutete einen Vorsprung von fast 7 Meter vor dem Zweiten. Kevin Duhm, TSV, 41,40 m wurde Vierter. Ihm fehlten 84 Zentimeter zur Goldmedaille. Als Mitfavorit auf den Meistertitel (14-15) wurde der 15 jährige Thore Bruns, TSV Abbehausen eingeschätzt. Hatte der Waddenser doch bei der Bezirksmeisterschaft 57,55 m mit dem 1000 Gramm Ball vorgelegt. Doch es sollte ganz anders kommen. Der 1. Ball von Thore schlug bei 55 Meter auf. Doch er berührte den Begrenzungsbalken beim Abwurf leicht vorne mit dem Stollenschuh. Der Wurf wurde ungültig angezeigt. Der 2. Versuch als Kerze in die Luft. Vor dem 3. Wurf die Nervosität dementsprechend groß. Gemessen wurden 44,55 m. Das reichte als Neunter nicht für den Endkampf. Die Enttäuschung natürlich groß. Vater und Betreuer Stefan: „ Aus solch einer Niederlage muss man lernen.“ Es gewann Jonas Schiffer, Tus 03 Weilmünster, 56,22 m. Hier gleich 7 weitere Jungen aus der Wesermarsch dabei. Die Platzierungen lauten: 4. Fynn Romann (TSV), 50,67 m, 1,05 m fehlten zum Bronzerang., 6. Laurin Horstmann, MTV, 48,46 m, 7. Arne Rieken, MTV, 46,49 m, 10. Tjark Langer, MTV, 43,54 m, 11. Daniel Bolting, MTV 43,32 m, 19. Thies Minßen, TSV, 35,70 m, 21. Thore Minßen, TSV, 32,60 m. Theodor Sauerwein, TV Weisel, 63,66 m legte die Siegesweite auf 63,66 m hoch. Vierter wurde Lars Stollberg, MTV, mit 58,78 m. Ihm fehlten 68 Zentimeter zum Bronzeplatz. Nur weitere 18 Zentimeter weniger, reihte sich Tebbe Loof, MTV, auf fünf ein. Hennig Sagkob, MTV, 45,83 m, wurde Elfter. Bei den Junioren, 1500 Gramm war der Mitfavorit nach der Bestenliste, Niclas Vollers, TV Schweiburg, nicht am Start. Nach Ende des Wettkampfs ein Einspruch von Wolfgang Schüler, TSV Abbehausen, dem Vater vom Werfer Jonas Schüler. 100 Euro nach der Gebührenordnung, und das Schiedsgericht tagte. Es ging um das Tapeverbände. Wolfgang Schüler: „ Hier leider unterschiedliche Aussagen, der nicht immer regelfesten Richter auch im Ablauf vom Messen der Würfe. Am Vortag hieß es so zum Beispiel kein Tape erlaubt.“ Es ging darum das der Gegner Dominik Weidmann, SG Schrammberg, zwei Finger bei den ersten beiden Würfen ganz getaped hatte. Nach dem Regelwerk müssen die Gelenke frei bleiben. Dem Einspruch wurde statt gegeben, und die beiden ersten beiden Würfe vom Schrammberger flogen aus der Wertung. Der ursprüngliche Sieger rutschte auf zwei, und der 19 jährige Jonas Schüler, mit 61,59 m wurde zum Sieger benannt. Der Einspruch erfolgreich Wolfgang Schüler konnte seine 100 Euro wieder einstecken. Eric Klochgether, 57,32 m auf den undankbaren vierten Rang. Ihm fehlten allerdings 2,07 m zu Bronze. Sönke Ostendorf (TSV), 49,64 m belegte Platz sieben. Mit 46,52 m stand für Jonas Nünnemann, MTV, der Platz zwölf an. Bei den Männern stand der Einsatz vom Mitfavoriten Nils Ottersberg in Frage. Der Abbehauser hatte sich beim Pokalturnier der Schleuderballteams eine Fußverletzung zugezogen. Nils Ottersberg: „ Der Knöchel war angeschwollen und zwei Tage habe ich eine Schiene getragen.“ Am Wettkampftag eine Bandage für den 26 jährigen. Mit dem 2.Wurf warf er 68,25 m. Im Finale lies der Wind nach. Der Abbehauser: „ Ich hab mir beim Wurf Zeit gelassen und auf den Wind gewertet. Doch der wollte nicht kommen. Das lief bei meinem Mitkonkurrenten zur Unterstützung etwas besser im Ablauf ab.“ Mit Top 72,09 m gelang Simon Graßmann, TV Bürgstadt die Titelverteidigung. Zweiter wurde Thomas Schmitt, TuS 1889 Buir, 70,75 m, gleichzeitig Deutscher Meister im Steinstoßen. Nils Ottersberg: „Ich bin unter diesen Bedingungen mit der Bronzemedaille zufrieden.“ Der Abbehauser, kommt bisher auf vier Deutsche Meistertitel. 2008 und 2009 als Junior, sowie 2012 und 2015 bei den Männern. Im ersten Männerjahr 2010 wurde er Vizemeister. 2012 warf Nils Ottersberg seinen persönlichen Rekord mit 70,73 m. Die Wurfbälle, wie sonst im Punktspielbetrieb üblich, dicker und kurzer Riemen, wie es die Norm hergibt. Den Praxistest bestanden nicht alle Bälle. Bei Stefan Runge riss zweimal der Riemen. Der MTVer im Endkampf wurde mit 65,26 m Siebter. Vor ihm Jelde Eden, SV Leybucht, 66,79 m an fünf. Der jungen leistungsstarke Klootschießer vom KBV Willmsfeld, hatte den Titel bei den Bezirksmeisterschaften knapp vor Nils Ottersberg gewonnen. Auf den weiteren Plätzen: 10. Manuel Runge, MTV, 61,26 m, 11. Christian Edzards, TSV, 61,25 m und 13. Christian Runge, MTV, 57,27 m im 20 köpfigen Teilnehmerfeld.